Wartungsarme Webseite dank updatefrei

von Melvin

Warum sich ein Contao-Update nicht mehr lohnte – und was stattdessen passiert ist.

Diese Website lief jahrelang mit Contao, einem soliden Content-Management-System. Doch wie bei vielen kleineren Blogs und Magazinen stellte sich irgendwann die Frage: Lohnt sich der Aufwand noch?

Das Problem mit dem alten CMS

Contao – wie jedes CMS – braucht regelmäßige Updates: Sicherheitspatches, PHP-Versionen, Datenbank-Pflege, Plugin-Kompatibilität. Für einen Blog, dessen Inhalte längst stehen, ist das ein Aufwand, der in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Die alte Contao-Version war veraltet, ein Update auf die aktuelle Version hätte praktisch einen Neubau bedeutet – mit denselben Inhalten.

Die Lösung: Statisch statt dynamisch

Statt das CMS zu aktualisieren, wurde die gesamte Website mit einem spezialisierten Migrations-Toolkit in reine HTML-Seiten umgewandelt. Der gesamte Inhalt, alle Bilder, das Layout – alles bleibt erhalten. Nur das CMS dahinter fällt weg.

Das Ergebnis: Eine Website, die genauso aussieht wie vorher, aber ohne Datenbank, ohne PHP, ohne Admin-Login – und damit ohne Angriffsfläche.

Was dabei gleich mit verbessert wurde

Im Zuge der Umstellung wurden zusätzliche Verbesserungen vorgenommen, die mit einem einfachen CMS-Update nicht möglich gewesen wären:

  • Barrierefreiheit: Farbkontraste wurden auf WCAG 2.1 AA geprüft und korrigiert. Links im Fließtext sind jetzt auch visuell als solche erkennbar. Eine Erklärung zur Barrierefreiheit wurde ergänzt.
  • Sicherheit: Kein CMS-Login mehr, keine bekannten Schwachstellen, keine Plugin-Updates nötig.
  • Geschwindigkeit: Statische HTML-Seiten laden deutlich schneller als dynamisch generierte CMS-Seiten.
  • Suchmaschinen: Eine saubere sitemap.xml und robots.txt wurden erstellt.

Die Vorteile auf Dauer

Eine statische Website hat gegenüber einem CMS entscheidende Langzeitvorteile:

  • Keine laufenden Updates: Es gibt kein System mehr, das gepatcht werden muss. Die Seite läuft einfach.
  • Keine Hosting-Abhängigkeit: Die Seite braucht nur einen simplen Webserver – kein PHP, keine Datenbank, kein spezielles Hosting.
  • Keine Sicherheitsrisiken: Ohne CMS gibt es keine bekannten Angriffsvektoren. Der häufigste Grund für gehackte Websites fällt komplett weg.
  • Minimale Kosten: Statisches Hosting ist günstig bis kostenlos. Kein Wartungsvertrag, keine Agenturkosten für Updates.
  • Archivierbarkeit: Die Seite ist ein einfacher Ordner mit HTML-Dateien. Sie kann problemlos gesichert, kopiert oder auf einen anderen Server verschoben werden.

Für wen eignet sich das?

Diese Lösung ist ideal für Websites, deren Inhalte weitgehend feststehen: Blogs, Magazinseiten, Firmenpräsentationen, Portfolio-Seiten. Überall dort, wo ein CMS früher einmal sinnvoll war, aber heute nur noch Ballast darstellt.

Mehr Informationen zum Verfahren gibt es unter updatefrei.de.

Zurück